Kennst Du das auch? Du fühlst Dich rundum zufrieden und plötzlich taucht wie aus dem Nichts das Gefühl der Trauer und Melancholie auf? Deine Stimmungslage verändert sich von einem Moment auf den anderen und Du möchtest untertauchen und Dich verkriechen?
Zunächst ist es beruhigend, dass es ganz vielen Menschen genauso geht und ich im weitesten Sinne "normal" bin. Und doch bedrückt es und die Frage taucht auf, wie ich aus dem Sumpf wieder rauskomme.
Mit MBSR (Mindfulness-based Stress Reduction) Training erlebe ich, dieses Gefühl bewusst im Körper zu spüren, in die Tiefe einzutauchen und neugierig zu werden, auf die Trauer und Melancholie. Einsamkeit, Tränen und Angst zeigen sich. Und dann passiert das Besondere. Während des Erforschens löst sich der Knoten und es sind wieder Weite und Freude spürbar. Ein tiefes Verbunden sein mit allem zeigt sich."
Gefühle kommen und gehen und möchten sich zeigen, um danach wieder wie die vielen Wellen auf dem Ozean eins zu werden mit der Kraft und Schönheit des ewig fließenden Wassers.
JUST DO IT
Wie ist es bei Dir - bist Du neugierig? Dann tauche 2 - 3 Mal am Tag unter - in Deine Gefühlswelt. Mach dieses GefühlsDate mit Dir.
Wechselt plötzlich Deine Stimmung, ist das kein Weltuntergang, sondern ein Aufschwappen einer Welle. Du kannst mit dem Sufbrett draufhüpfen, um das Gefühl zu spüren und neugierig sein oder bewusst unter der Welle durchtauchen.
„Wir brauchen Mutmacher! Surfe bewusst die Welle in dieser Woche oder tauche unter! Entdecke Dich!
Wut und Ärger
Diese Welle schickt Dich diese Woche auf den Weg, mal in Deine Wut und Deinen Ärger hineinzuspüren. Welche Welle haben diese Gefühle angeschubst? Wo wirkt die Welle in Deinem Körper! Was kannst Du dann tun?
Wut und Ärger sind ganz normale Gefühle, die einfach zum Leben dazu gehören. Sie gehören zu den 52 Samen, die bildlich gesprochen als Samen in unserem Körper liegen. Da gehören auch die Samen der Freude, des Mitgefühls, der Weisheit usw. dazu.
Man kann sich diese Gefühle wie Äste eines Baumes vorstellen, die irgendwann in den Kopf wachsen. Dann nistet sich das Gefühl mit ganz vielen Gedanken dazu dort ein. Diese Gefühle werden auch dem Holz Element der TCM zugeordnet - Gefühle, die sich im Frühjahr gerne ausdrücken, wenn Leber- und Gallenmeridian im Ungleichgewicht sind.
Begegnen uns Lebenssituationen, die im Körper ein Reaktionsmuster hervorrufen, das wir schon lange bewässern, reagiert sofort der Ast, der ziemlich dick gewachsen ist. Das wäre in diesem Falle die Wut/der Ärger. Ganz unbewusst lassen wir dadurch den Ast dicker werden, wenn wir wieder mit Wut und Ärger reagieren.
Was nützt uns dieses Wissen im normalen Leben?
"Ich darf mich doch ärgern und auch wütend sein", spricht eine innere Stimme in mir. Genau! Doch bei andauernder Wut und Ärger verletzten wir unser Körpersystem. Bei der Shiatsubehandlung schauen wir, wie wir die Blockaden durch Akupressur wieder lösen.
Es geht darum, auf Entdeckungsreise zu gehen und die Welle der Wut in ihrem Ursprung aufzuspüren. Fühle mal hinein, wie fest sich der Körper anfühlt, wenn er/sie wütend ist? Ist es wirklich die Situation, die wütend macht oder bezieht sich die Wut auf ein anderes Bedürfnis, das nicht erfüllt ist?
Sind bei Dir Bedürfnisse unerfüllt, wie der Wunsch nach mehr Kontakt und Berührung, Sicherheit und Vertrauen? Dann reagierst Du möglicherweise ganz unbewusst, mit dem Ast, der bereits gut bewässert wurde, und wirst wütend, traurig, und und und....
Gerade deshalb brauchen wir auch die Welle des Mitgefühls, des Mitfühlen mit uns selbst! Bewässere die Samen, die gut tun und ein Wohlgefühl schaffen!
Wir brauchen Mutmacher! Mach mit und stoße die Welle des Mitfühlens an!
UND liebevoll.jetzt
Die inspirierende Aktion www.liebevoll.jetzt hat Gerald Hüther mit einigen anderen gestartet. Es geht darum JETZT aktiv zu werden - auf liebevolle Weise. Schau in die Webseite und lass Dich ermutigen!
In dieser Zeit ist es besonders wichtig, gut für sich zu sorgen! Was heißt das für Dich? Wie fühlt sich gerade Deine persönliche Krise an? Gute Frage!
Mit einem einfachen Schnelltest (nein, nicht der Corona Schnelltest), findest Du Deine Antwort: Schließe die Augen, spür kurz in Dich rein und stell Dir einen Wohlfühlbarometer mit einer Skala von 1-10 vor. Wo liegst du auf der Skala von 1 – 10 (fühle mich super wohl)? Welche Antwort kommt ganz intuitiv - ohne zu denken? Werte unter 5 sind nicht bedrohlich, doch steht Dein Wohlfühlen meiner Meinung nach ziemlich auf der Kippe.
Kannst Du zunächst mit Dir und Deiner Situation ins Mitgefühl gehen?
Wenn Du auf meiner Webseite vorbeischaust, bemerkst Du sicherlich, dass es mir in meinen Yogakursen, beim Shiatsu und MBSR nicht darum geht, einfach nur Übungen zu vermitteln und die Meridiane im Körper aufzusuchen. Ich möchte Dir Möglichkeiten schenken, wieder ins Wohlfühlen zu kommen – auch wenn der Weg dahin manchmal steinig ist.
Es gibt es Momente, wo es sich anfühlt als ob die Zeit stehen bleibt, der Kopf im Sand steckt und festhängt! In diesen Momenten ist keine Weite zu spüren und es scheint, dass auch viele andere erlernte Techniken in dem Moment versagen. Tief durchatmen, wie schnell geht das vergessen! Geht es Dir manchmal ebenso? 20 Jahre praktiziere ich Yoga, besuchte Weiterbildungen, durchlief Therapien und Coaching und doch stecke auch ich immer wieder fest.
STOP! UNHOOK!....oder in Deutsch – lass los! Zieh den Kopf wieder aus dem Sand! Denn wenn wir den Kopf im Sand haben, hören, riechen und sehen wir nichts mehr!
UNHOOK – was gibt es für einen schönen Gedanken, dem ich mich jetzt zuwenden kann?
UNHOOK – fühle den Körper und nimm das Herz war!
UNHOOK – schenke Dir Aufmerksamkeit und sei neugierig auf Dich!
In der Gehmediation bleiben wir stehen, wenn die Gedanken unseren Schritten im Weg sind, damit wir wieder ganz klar und ungetrübt den nächsten Schritt machen können. In den Alltag übertragend, gibt diese Praxis die Anregung, immer wieder ganz bewusst innezuhalten!
In den MBSR Kursen, wo wir uns den Stress genauer betrachten und unter die Lupe nehmen, zeigt sich bei allen Teilnehmern, dass schon relativ schnell ein Wohlgefühl und Entspannung auftaucht, wenn wir uns dem kraftvollen Raum der Achtsamkeit anvertrauen. Es entwickelt sich eine Resilienz, die unterstützt, Dich mit dem was ist zunächst anzufreunden.
Es ist egal, wo Du und ich im Leben gerade stehen - es gibt immer den nächsten Schritt. UNHOOK – und lass Dich auf den Schritt ein, wo auch immer Du gerade stehst.
Gut gelaunt in den Tag gehen….!
Hast Du Dich heute schon gefragt, wie es Dir geht? Vielleicht magst Du kurz innehalten, die Augen schließen und Dir die Frage nach Deinem Wohlergehen stellen. Was taucht auf? Interessanterweise nimmst Du bei diesem Innehalten auch Deinen Atem wahr.
Köstlich, den Atem zu spüren, ein gutes Zeichen, dass Du noch lebst! Das darf doch gleich gefeiert werden!
Vielleicht zeigt sich auch noch was anderes. Wenn Dir heute die Sonne auf die Nase kitzelt, und Du den Raum des blauen Himmels in Dir fühlst, dann fühlt sich der Atem weicher und weiter an. Ist es anders, läuft es heute nicht so gut, macht sich auch ein gestresster kurzer Atem bemerkbar.
Hast Du heute schon gelacht? Wenn nicht, dann wird es Zeit dafür, denn Lachen entspannt die Muskeln im Gesicht und löst die Körperspannung. Und wenn es Dir beim Lesen gerade nach Gähnen ist, dann folge dem Impuls, dabei wird endlich Dein Kiefer lockerer und die Entspannung weitet sich bis ins Becken aus.
Und wenn Du in den blauen Himmel schaust, dann wächst vielleicht auch die Freude. Ein Vogel zeigt sich gerade auf dem Baum vor meinem Fenster und hüpft zwitschernd hin und her. Ein ganzes Konzert erreicht mein Ohr, und jetzt auch noch Glockengebimmel! Warum das ganz Orchester nicht nutzten und nochmal bewusst Innehalten! – Pause -
Wir können also in diesen Atempausen erkennen, wie es wirklich mit der guten Laune aussieht! Es könnte sein, dass Du gerade übel drauf bist – traurig, unzufrieden, machtlos. Dann magst Du sofort unter die Decke kriechen! Oder es ist die Lebenskraft zu spüren – Freude, Liebe, Gelassenheit. Sonntagst ist die ja ganz oft da, doch wie ist es an den Wochentagen damit?
Wie wäre es, wenn bei dem Innehalten, in dieser Lücke zwischen Ein- und Ausatmen, Glück und Unglück so viel Raum da ist, dass Du immer Entscheidungsfreiheit hast?
Und wenn Du Dich gerade fragst, was dieser ganze Quatsch über Atempausen, Innehalten und Glockengeläute soll, dann halte mal kurz inne und spüre in Dich hinein. Was berührt genau in diesem Moment Dein Herz?
Vergiss nicht weiterzuatmen, denn gerade entfaltet sich das Leben vor uns allen! Und das heute mal unter richtig superschönem blauen Himmel!