Für die meisten Menschen, mich eingeschlossen, ist das Masken tragen sehr ungewohnt. Manchmal vergesse ich sie, manchmal berührt mich das Tragen der Maske, diesen Stoffausschnitt in den Gesichtern meiner Mitmenschen zu sehen und dann wieder nehme ich es ganz gelassen hin. Ich habe sogar bemerkt, dass ich ein paar Mal die Maske trug und ganz froh war, meine Stimmungen dahinter zu verstecken. Wie geht es Euch damit?
Wir sind eine westliche Gesellschaft, die nicht gewohnt ist, das Gesicht zu verstecken. Wir verbinden uns über die Mimik und den Gesichtsausdruck mit einem anderen Menschen, wir erkennen die Stimmungen unserer Mitmenschen, wenn wir ihnen ins Gesicht schauen, wie kraftvoll ist ein Lächeln, dass sich über das ganze Gesicht zaubert und wir es teilen können?
Auch Berührungen, wie das Händeschütteln, eine Umarmung fehlt gerade.
Doch all‘ dass sollte uns nicht entmutigen. Vielleicht ist es gerade an der Zeit, die Aufmerksamkeit zu weiten, sich den ganzen Menschen zu betrachten, die Körperhaltung, der Gang, das Stehen. Wir können uns energetisch mit dem Menschen verbinden, unter der Maske lächeln, im Körper offen und weit bleiben. Und wenn wir maskenlos unter Menschen sind, uns ganz bewusst daran erfreuen, dass wir das Gesicht sehen dürfen, die glatte Haut, die Falten, große oder kleine Nase…..wie auch immer. Sind wir nicht alle wunderbar unterschiedlich? Und das kann uns die Maske auch nicht nehmen. Dahinter ist ein Mensch, der gerade in dieser Zeit verunsichert ist, so wie Du! Ein Mensch, der manchmal Angst vor dem Ungewissen hat, so wie Du! Ein Mensch, der so wie Du frei sein möchte und auf diese ganze Pandemie keine Lust mehr hat…und doch ist weiterhin Geduld gefragt!
Also nutzen wir die Zeit und betrachten mal ganz geduldig den Menschen hinter der Maske. Wie gut kennst Du Dich selbst?